Erasmus+ Mobilität?

Jedes Jahr unterstützt die Europäische Union mehr als 400.000 junge Leute dabei, im Ausland zu arbeiten, lernen oder zu studieren. – Und Du kannst einer davon sein!

 

Die Erasmus+ Leitaktion 1 (KA1) bietet Förderung für Einrichtungen, die jungen Leuten, Studenten, Lehrern und Ausbildern, Azubis, Mitarbeitern von Bildungsträgern, ehrenamtlich Tätigen, Jugendleitern und im Bereich Sport Tätigen. Wenn Du also zu einer dieser Zielgruppen gehörst, dann hast Du die Möglichkeiteine gewisse Zeit in einem der 33 so genannten  Programmländer zu verbringen.

Das Europäische Kenntniszentrum für Mobilität konzentriert sich dabei auf den Bereich der beruflichen Ausbildung. Falls Du einer anderen Zielgruppe angehörst oder Informationen zum Programm selbst suchst, besuche bitte die Internetseite der Europäischen Kommission.

Warum sollte ich ins Ausland?

In einem anderen Land zu leben und zu arbeiten ist eine einmalige Gelegenheit, insbesondere wenn für Dich dabei dank der Erasmus+ Förderung keine oder niedrige Kosten entstehen!

Du wertest Deinen Lebenslauf auf und hast später bessere Berufschancen, Du entwickelst Deine Persönlichkeit weiter, wirst aufgeschlossener, verbesserst Deine Fremdsprachenkenntnisse, lernst ein neues Land sowie neue Menschen kennen und gewinnst neue Freunde!

Wie kann ich teilnehmen?

Du musst eine Einrichtung finden, die Dich ins Ausland entsendet. Dies kann Deine Berufsschule sein, Dein Ausbildungsbetrieb oder auch eine andere Einrichtung.

Frage als erstes Deinen Berufsschullehrer oder Deinen Ausbilder, ob es eine Möglichkeit gibt. Falls nicht, werfe einen Blick in unsere Partnerdatenbank (suche nach entsendenden Einrichtungen) oder kontaktiere die Nationale Agentur Deines Landes.

Was kann ich im Ausland tun?

Du kannst entweder eine Europäische Berufsschule bzw. ein Berufsbildungszentrum besichen, oder Du kannst Arbeitserfahrungen in einem Unternehmen sammeln.

Die Dauer kann dabei zwischen zwei Wochen oder drei Monaten liegen – oder in Erasmus+Pro zwischen drei und zwölf Monaten.

Das Praktikum wird in der Regel auf die Berufsausbildung im Heimatland angerechnet, auch dank Instrumenten wie ECVET.

Einige Fakten

In den letzten 30 Jahren haben über 9 Millionen Menschen am Erasmus+- Programm teilgenommen.

2016 gingen mit Hilfe einer Erasmus+-Förderung 725.000 Personen ins Ausland, um dort zu studieren, zu lehren, zu arbeiten oder ehrenamtlich tätig zu sein.

Fünf Jahre nach Abschluss der Berufsausbildung, ist die Arbeits-losigkeit unter jungen Menschen, die im Ausland studiert oder gearbeitet haben, 23% niedriger als die der anderen. 

Zum Ablauf einer Mobilität

  • Antrag: Jedes Jahr im Februar kann Deine entsendende Einrichtung einen Antrag auf Erasmus+-Förderung stellen. Falls dieser bewilligt wird, kannst Du ab Spätsommer ins Ausland reisen – sobald einige verwaltungstechnische Dinge (Vertragsabschluss, Lernvereinbarung etc.) geklärt sind.
  • Auswahl: Spreche mit Deiner entsendenden Einrichtung ggf. deren Auswahlkriterien für Stipendiaten ab  und finde heraus, welche Dokumente sie benötigen.
  • Definiere Deine Ziele: Vereinbare mit Deiner entsendenden und möglichen aufnehmenden Einrichtung bzw. dem Koordinator im Gastland realistische Lernziele.
  • Sprachliche und kulturelle Vorbereitung: Sei Dir im Klaren, dass nicht nur Deine beruflichen Fähigkeiten zählen, sondern auch Deine Sprachkentnnisse. Je besser Du in der Sprache des Gastlandes kommunizieren kannst, desto besser wird die Qualität Deines Praktikums. Frage nach den Anforderungen und besuche einen Sprachkurs (es gibt auch kostenfreie Online-Angebote in vielen Sprachen). Denke daneben bitte auch daran, dass jedes Land anders ist und bereite Dich darauf vor, z.B. durch unser Spiel.
  • Praktische Vorkehrungen: Stelle sicher, dass Du alle Informationen hast, die Du für die Reise, die Unterkunft, für Versicherungen, Verpflegung, Transfers und auch den lokalen Transport hast.
  • Genieße Deinen Aufenthalt – und halte Deine Eindrücke fest.
  • Nach Deiner Rückkehr musst Du Deine Erfahrungen bewerten. Die erhältst eine Email vom so genannte Mobility Tool. Fülle den Fragebogen sobald wie möglich aus.

Wie fertige ich den Abschlussbericht an?